GSX Baureihe

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GSX 250
Die GSX 250 E ersetzte die Zweitakter GT 250 / X7 und wurde Anfang 1980 vorgestellt. In Optik und Technik war sie an die größere GSX 400-Reihe angelehnt.

GSX 250

Die ersten GSX leisteten 27 PS, ab 1982 wurde die GSX serienmäßig mit 17 PS ausgeliefert. 1981 erschien mit der GSX 250 E Black Hawk ein auf 500 Stück limitiertes Sondermodell, was bis auf die Optik identisch mit der Serie war. Es wurde auch ein GSX 250 Chopper angekündigt, erschienen ist er aber nicht. Die Modelle von 1982 an erhielten das Katana-Styling und eine um 60 mm auf 760 mm gesunkene Sitzhöhe. 1983 wurde die GSX 250 E vom Markt genommen.

Modell: GSX 250 E
Baujahr: 1980 - 1983
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 2-Zyl., Reihe
Hubraum: 249 ccm
Bohrung x Hub: 60,0 x 44,2 mm
Leistung kW/min: 20/10000
Drehm. Nm/min: 21/8500
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 2 Mikuni 30mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelrohr-Rahmen, Einschleifen-Unterzug
Federweg v./h.: 140/100 mm
Bremsen v./h.: 270 mm Scheibe / 160 mm T.
Reifen v./h.: 3.00-18/3.75-18
Tankinhalt: 14,5 Liter
Gewicht: 160 kg
Höchstgeschw.: 148 km/h
GSX 400 E
Die mit den GS 450 baugleichen Vierventiler (als E und S-Version), bereits als Jahrgang 1981 deklariert, erschienen hierzulande in 7/1980; darüberhinaus gab es die GSX noch als L-Chopper. 1983 fand die längst fällige Modellbereinigung statt, das 27-PS-Programm wurde radikal ausgedüngt. Es entfielen die 450er Typen der GS-Reihe sowie diverse L-Chopper. Gleichzeitig erfolgten Retuschen an den 27-PS-GSX.

GSX 400 Bj. 1980

In der Optik waren sie der Katana-Linie angeglichen worden. Weitere Änderungen: Telegabel mit hydraulisch angesteuertem Anti-Dive, ein längerer Radstand und H4-Licht statt der Bilux-Funzel im 155 mm messenden Scheinwerfer. Danach änderte sich, von wechselnden Farben einmal abgesehen, nur noch wenig; erst auf der IFMA 1988 wurde mit der GS 500 der GSX 400-Nachfolger vorgestellt.

Modell: GSX 400 E
Baujahr: 1980 - 1988
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 2-Zyl., Reihe
Hubraum: 395 ccm
Bohrung x Hub: 67,0 x 56,6 mm
Leistung kW/min: 20/7800
Drehm. Nm/min: 28/6000
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 2 Mikuni 34mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelrohr-Rahmen
Federweg v./h.: 140/100 mm
Bremsen v./h.: 275 mm Scheibe / 180 mm T.
Reifen v./h.: 3.00-18/3.75-18
Tankinhalt: 16 Liter
Gewicht: 189 kg
Höchstgeschw.: 140 km/h
GSX 400 F
Im Kopf des luftgekühlten Vierzylindertriebwerks sind 16 kleine Ventile verbaut und beatmeten den extrem kurzhubigen Kurbeltrieb. Je nach Ausführung erreicht die GSX 400 F 41 oder 45 PS bei fünfstelligen Drehzahlen. Die Ventilsteuerung erfolgt nach GSX-Art über Schlepphebel, die mit Stellschrauben zur Ventileinstellung versehen sind.

GSX 400 F Modell 1981

Einige Motoren hatten Hitzeprobleme, so empfiehlt sich der Einbau eines Ölkühlers. Regelmäßig wird von Ladeproblemen berichtet, die meist durch eine durchgebrannte Spule der Lichtmaschine verursacht wird. Der verstärkte Doppelschleifen-Rohrrahmen ist stabil und die ölgedämpfte Teleskopgabel sowie die straff abgestimmten hinteren, fünffach verstellbaren Federbeine verdauen auch größere Unebenheiten in Schräglage.

Modell: GSX 400 F
Baujahr: 1981 - 1982
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 398 ccm
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Leistung kW/min: 45/10000
Drehm. Nm/min: 35/8500
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelrohr-Rahmen
Gewicht: 175 kg
GSX 550 E
Dieser Vierzylinder ersetzte die betagten Zweiventiler der GS-Serie. Das Chassis der GS-Folgegeneration nahm deutliche Anleihen bei Franco´s Ucinis GP-Rennmaschine; statt aus Alu bestandt das Chassis der auf der IFMA 1982 präsentierten GSX 550 allerdings aus Stahlrohr.

GSX 550

Eine neue Gabel sowie ein renntaugliches 16-Zoll-Vorderrad mit Anti-Dive vervollständigten die neue Fahrwerksbasis. Dazu spendierten die Techniker eine Full-Floater-Schwinge. Die 550er im Kompaktlook mit schmalem 4-Zylinder-Motor und den in die kleine Lenkerverkleidung integrierten Instrumenten blieb als EU, ES (Halbschale) und EF (Vollverkleidung) praktisch unverändert bis 1988 im Programm.

Modell: GSX 550
Baujahr: 1982 - 1988
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 567 ccm
Bohrung x Hub: 60,0 x 50,6 mm
Leistung kW/min: 37/9600
Drehm. Nm/min: 42,2/7650
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 2 Mikuni Doppelvergaser 30mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelrohr-Rahmen
Federweg v./h.: 150/117 mm
Bremsen v./h.: 2x290 mm Scheibe / 250 mm Scheibe
Reifen v./h.: 100/90-16/110/90-18
Tankinhalt: 18 Liter
Gewicht: 211 kg
Höchstgeschw.: 170 km/h
GSX 600 F
Die GSX 600 F war von Beginn an ein Freizeitsportler. 1988 erschien sie mit 86 PS und war damit damals schon etwas zu schwach für die Rennstrecke. Für relativ wenig Geld, die GSX 600 F wurde im ersten Jahr für 9.999,-DM Listenpreis angeboten, bekam man aber einen grundsoliden und zuverlässigen Tourensportler, der mit ordentlichem Fahrwerk und hohen möglichen Laufleistungen auch heute noch punkten kann. Wichtig ist nur die absolut exakte Vergasereinstellung und ein gut eingestelltes Ventilspiel. Andernfalls benimmt sie sich zickig, was Kaltstart und Gasannahme betrifft. Weiterer Schwachpunkt ist die stark rostanfällige Originalauspuffanlage. Da ist von gebrauchten Ersatzteilen abzuraten.


GSX 600 F, Modell 1988

Modellpflege:
1988 Markteinführung als Modell GN72B. Preis 9.999,-DM
1989 Neue Felgen im Dreispeichendesign. Hinten 3.50 statt 3.00 Zoll. Gabel und Federbein einstellbar, vorne Bremsscheibe schwimmend gelagert, Bremshebel einstellbar.
1990 Die ungedrosselte Version erhält schärfere Nockenwellen, größere Vergaser mit 33 statt 31 mm und längere Schalldämpfer.
1992 Die Übersetzung vom Getriebe wird etwas länger. Ersatz der Gabel- durch Einzelschlepphebel. Die gedrosselte 27PS-Version erhält ebenfalls 33mm Vergaser, längere Schalldämpfer und Reduzierungen in den Krümern.


GSX 600 F, Typ AJ ab 1998

1994 Die Leistungsreduzierung wird auf 34 PS geändert.
1996 Luftfilter, Vergaser, Zündung, Nockenwellenantrieb und Schalldämpfer werden geändert, um die neuen Geräuschvorschriften zu erfüllen.
1998 Der neue Typ AJ bekommt den Banditmotor mit 80PS und eine Vier-in-eins-Auspuffanlage. Die breiteren Reifen kommen auf 17-Zoll-Felgen. Die Verkleidung erhält ein neues Design.
1999 Die Leistung wird auf 78 PS reduziert.
2001 Unverändert letztmalig in Deutschland angeboten. Außerhalb Europas wird sie als GSX 600 Katana noch bis 2004 angeboten.

Modell: GSX 600 F
Baujahr: 1988 - 2001
Motor: luft- /Ölgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 600 ccm
Bohrung x Hub: 62,6 x 48,7 mm
Leistung kW/min: 59/10.500
Drehm. Nm/min: 55/10.000
Vergaser: 4 Mikuni 31 bzw. 33mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: O-Ring-Kette
Fahrwerk: Brücken-Rahmen aus Stahl
Federweg v./h.: 130/142 mm
Bremsen v./h.: 2x290 mm Scheibe / 240 mm Scheibe
Reifen v./h.: 120/70 ZR 17 / 150 / 70 ZR 17
Tankinhalt: 20 Liter
Gewicht: 229 kg vollgetankt
Höchstgeschw.: 205 km/h
Jahrgang Listenpreis
1988 9.999,-DM
1989 10.290,-DM
1994 11.290,-DM
1996 11.790,-DM
1998 11.990,-DM
2001 13.290,-DM
GSX 750 E/ET
Wie beim Branchenführer Honda hatte man für das Modelljahr 1980 den Schritt zum Vierventiler und TSCC-Technik vollzogen; gleichzeitig wurde auch die Abkehr von der wenig zeitgemäßen und aufwendigen rollen- zu einer gleitgelagerten Kurbelwelle und einem schrägverzahnten Primärantrieb eingeleitet.

GSX 750 ET

Das Doppelschleifen-Fahrwerk basierte auf dem des Vormodells. Im Vergleich zur GS 750 allerdings war der Radstand länger, der Nachlauf kürzer und der Lenkkopfwinkel flacher. Verwendet wurde eine Showa-Gabel mit vorgesetzter Achse. Gleichzeitig erfolgte die Einführung der GSX 750 L. Für das Modelljahr 1982 brachte Suzuki eine überarbeitete Version, die GSX 750 E, auf den Markt.

Modell: GSX 750 ET
Baujahr: 1980 - 1982
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 742 ccm
Bohrung x Hub: 67,0 x 53,0 mm
Leistung kW/min: 50/9200
Drehm. Nm/min: 63/8400
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 4 Mikuni 32 mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifen-Rohrrahmen
Federweg v./h.: 150/107 mm
Bremsen v./h.: 2x270 mm Scheibe / 270 mm Scheibe
Reifen v./h.: 3.25-19/4.00-18
Tankinhalt: 24 Liter
Gewicht: 242 kg
Höchstgeschw.: 202 km/h

GSX 750 Silver-Suzi

1981 folgte das Sondermodell Silver-Suzi: Bei einer limitierten Auflage von 500 Einheiten waren die Besonderheiten neben der silbernen Lackierung der rote Rahmen und der Rundscheinwerfer. Die Motortechnik war identsich zu den Serienmodellen. Hier ein Bild der Nummer 315, was mir Werner netterweise zur Verfügung gestellt hat.

GSX 750 ES/EF

GSX 750 ES 1983

Die GSX 750 ES wurde 1983 vorgestellt, in Japan kam sie als GSX 750 E auf den Markt. Die neue GSX 750 Linie war schmaler als beim Vorgänger und auch sonst war vieles wie Rahmen und Zylinderkopf neu. Auch die Auspuffanlage war mit 5,3 kg leichter. Die GSX 750 ES hatte ein 16-Zoll-Vorderrad mit der Größe 100/90-16 und ein 17-Zoll-Hinterrad. In vielen Ländern war sie 1983 die meistverkaufte Suzuki, in Schweden war sie 1983 sogar das meistverkaufte Motorrad. Rahmennummern vom Baujahr 1983 sind GR72A-100001 bis 110874.


GSX 750 EF 1984

Die GSX 750 EF mit Verkleidung wurde 1984 vorgestellt. Technisch war sie identisch mit der halbverschalten ES-Variante, die in ihrem zweiten Modelljahr nur minimale kosmetische Änderungen bekam (beginnend mit der Rahmennummer GR72A-110875). 1985 erhilt sie einen etwas längeren Radstand und etwas mehr Leistung mit 90 PS statt bis dahin 84 PS. Ende 1985 wurde die Produktion in Japan eingestellt, jedoch wurden die ES und die EF noch bis nach 1988 abverkauft.

Modell: GSX 750 ES/EF
Baujahr: 1983 - 1988
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 742 ccm
Bohrung x Hub: 67,0 x 53,0 mm
Leistung kW/min: 63/9500
Drehm. Nm/min: 66,7/8500
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 4 Mikuni 32 mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifen-Rohrrahmen
Federweg v./h.: 150/107 mm
Bremsen v./h.: 2x270 mm Scheibe / 270 mm Scheibe
Reifen v./h.: 100/90-16/120/90-17
Tankinhalt: 20 / 22 Liter
Gewicht: 211 kg
Höchstgeschw.: 209 km/h
GSX 750 F

GSX 750 F 1989

Die GSX 750 F war nach den GSX 400 F, GSX 600 F und GSX 1100 F die letzte von den vier Sporttourern, die Suzuki Ende der 80er Jahre rausbrachte. Im Juni 1988 erschien sie mit 106 PS in Japan und wurde ab 1989 mit 74 KW/100 PS in Deutschland angeboten. Wesentliche Änderungen gab es bis zur vollständigen Überarbeitung im Jahr 1998 nicht. Wenn Suzuki nicht jedes Jahr die Farbgebung geändert hätte, würde man die Baujahre gar nicht unterscheiden können. Die GSX-F-Modelle wurden in Canada und USA als Katana angeboten. Die GSX-S-Modelle wurden dann einfach "Original Katana" genannt.

Modell: GSX 750 F
Baujahr: 1988 -
Motor: luft- /Ölgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 748 ccm
Leistung kW/min: 74/10.400
Drehm. Nm/min: 75/9.500
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: O-Ring-Kette
Fahrwerk: Brücken-Rahmen aus Stahl
Gewicht: 209 kg trocken
GSX 750 AE Inazuma
1998 legt Suzuki eine Retro-Variante mit Stereo-Federbeinen auf. Die GSX 750 Inazuma (jap. für Blitz) fällt vor allem durch viel zu weiche Gabelfedern vorne auf, die von den meisten Besitzern schnell gegen Zubehör getauscht werden. Weit kostspieliger ist der Schwachpunkt Tank, der regelmäßig zu starker Rostbildung von innen neigt. Die Qualität war um die Jahrtausendwende nicht sonderlich gut. Deshalb ist bei einem Gebrauchtkauf unbedingt der Tank genau zu inspizieren. Ersatz ist teuer. Auch bei guten Tanks empfiehlt sich dringend eine Rostvorsorge von innen durch eine Beschichtung. Mein Tankbeschichter bekommt regelmäßig auch neue Tanks, die schon vor der ersten Montage beschichtet werden.
Der Benzinverbrauch liegt je nach Fahrweise zwischen 5,5 und 7,5 Litern, der Durchschnitt bei normaler Fahrweise liegt etwas über 6 Liter. Der Klang der originalen Auspuffanlage ist fast nicht vorhanden, weshalb viele Besitzer auf Zubehöranlagen umrüsten.

Modell: GSX 750 (AE)
Baujahr: 1998 - 2003
Motor: luft- /Ölgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe, DOHC
Hubraum: 750 ccm
Leistung KW/min: 63/9.500
Drehm. Nm/min: 66,7/8.500
Sekundärantrieb: O-Ring-Kette
Fahrwerk: 43 mm Gabel vorne, verstellbar
Stereo-Federbeine hinten mit Ausgleichsbehältern, 5-fach verstellbar
Reifen: Vorne 120/70 ZRI7, hinten 170/60 ZRI7
Tankinhalt: 18 Liter
Gewicht: 201 kg trocken
Farben: Schwarz, Blau/Grau, Maroon
GSX 1100 E
Die GSX-Modelle lösten die Zweiventiler der GS-Serie ab. Gemeinsames Merkmal der X-Typen war das patentierte TSCC-Verfahren, das dank einer speziellen Brennraumform, den Verbrennungsvorgang beschleunigte. Der GSX-Motor setzte Maßstäbe, weit weniger bahnbrechend geriet die Verpackung. Wohl kaum ein Motorrad erhielt so viele Facelifts. Die Ur-GSX 1100 E debütierte Ende 1979, eine in Fahrwerk und Technik (16-Ventiler) weiterentwickelte GS 1000. Die allerersten GSX verfügten noch über Räder und Schwinge der GS 1000; die ab Januar 1980 ausgelieferten ET-Modelle hatten Gußspeichenräder, Kastenschwinge und eine luftunterstützte Gabel.


GSX 1100 E

Nur kurzfristig lieferbar war die GSX 1100 L, ein Softchopper mit den üblichen Attributen und einem Gewicht von 252 kg, dessen Import nach Verkauf von 81 Stück eingestellt wurde. Für das Modelljahr 1982 erhielt die GSX, bei unveränderter Technik, eine völlig neue Optik, die in der Tank-Sitzbanklinie an die S-Katanas erinnerte. Dieser Katana-Look wurde nicht offiziell nach Deutschland importiert.


GSX 1100 E (1982)

Der klobige Rechteckscheinwerfer wich einem großem 200 mm- H4-Rundscheinwerfer, dazu kam eine neue Telegabel mit 160 mm Federweg und Anti-Dive sowie neue Federbeine. Zur IFMA 1982 erschien die halbverschalte ES-Variante, die im Frühjahr 1983 in den Verkauf gelangte und sich auch technisch von den E-Modellen unterschied.

Modell: GSX 1100 E
Baujahr: 1980 - 1984
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 1075 ccm
Leistung kW/min: 74/8700
Drehm. Nm/min: 85/6500
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 4 Mikuni 34 mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifen-Rohrrahmen
Federweg v./h.: 160/108 mm
Bremsen v./h.: 2x280 mm Scheibe / 280 mm Scheibe
Reifen v./h.: 3.50-19/4.50-17
Tankinhalt: 24 Liter
Gewicht: 259 kg
Höchstgeschw.: 220 km/h
GSX 1100 ES/EF
Die GSX 1100 EF gehörte ab Frühjahr 1984 zur Suzukifamilie. Trotz aller technischen Ähnlichkeiten handelte es sich um eine weitgehend eigenständige Neukonstruktion. Der immernoch rollengelagerte Reihenvierzylinder der bisherigen ES, hatte 2 mm mehr Hub, größere Einlaßventile, Ansaugkanäle und Vergaser sowie eine andere Primärübersetzung. Die Unterzüge des Doppelschleifenrahmens bestanden aus Vierkantstahlrohr.


GSX 1100 ES

Neu war die Alu-Hinterradschwinge mit Zentralfederbein (Fullfloater) sowie das 16-Zoll-Vorderrad, was eine komplett neu ausgelegte Rahmengeometrie erforderte. Ebenso neu die Telegabel mit 4fach verstellbarer Druckstufe sowie die Bremsanlage. Im März 1985 wurde die Modellreihe um die unverkleidete E-Version mit Rundscheinwerfer erweitert, die sich technisch nicht von der EF unterschied.


GSX 1100 EF

Für 1986 folgte die GSX 1100 ES mit Halbschale, die für 5.850 € im Programm stand. Zur 86er IFMA erhielten alle GSX 1100-Modelle serienmäßig einen Koffersatz samt Brücke und Halter.

Modell: GSX 1100 EF
Baujahr: 1984 - 1987
Motor: luftgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Leistung kW/min: 74/8100
Drehm. Nm/min: 96,6/6500
Ventilsteuerung: 4 Ventile, DOHC
Vergaser: 4 Mikuni 36 mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifen-Rohrrahmen
Federweg v./h.: 150/115 mm
Bremsen v./h.: 2x280 mm Scheibe / 280 mm Scheibe
Reifen v./h.: 110/90-16/130-90-17
Tankinhalt: 20 Liter
Gewicht: 253 kg
Höchstgeschw.: 216 km/h
GSX 1100 F

GSX 1100 F 1991

Die GSX 1100 F wurde im Oktober 1987 als ein Sportstourer mit 16 Ventilmotor und Fünfganggetriebe vorgestellt. Besonderheit war eine elektrisch in der Höhe verstellbare Windschutzscheibe, das sog. SPS (Suzuki Power Shield). Der Motor kam ursprünglich aus der GSX 1100 R, wurde aber in der Leistung reduziert, um im unteren und mittleren Drehzahlbereich mehr Drehmoment zu abzugeben. Die gute Aerodynamik und 136 PS gaben dem Bike eine sehr hohe Endgeschwindigkeit. Eine Zeitschrift ermittelt 252 Km/h. Im Vergleich dazu sieht die Yamaha FJ 1200 mit ihren 236 Km/h alt aus.

1989 wurde der Rahmen überarbeitet, stärkere Ferderelemente, eine längere Schwinge und längerer Radstand sorgen für Stabilität. Das Gesamtgewicht legt aber auch um 18 Kg zu. Von 1990 an gibt es nur noch kosmetische Änderungen. Die GSX 1100 F wird bis Ende 1994 gebaut und noch lange abverkauft. Die letzten nennenswerten Neuzulassungen erfolgen im Frühjahr 1997.

Modell: GSX 1100 F
Baujahr: 1988 - 1994
Motor: luft- /Ölgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 1.127 ccm
Leistung kW/min: 100/9.500
Drehm. Nm/min: 112/7.000
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: O-Ring-Kette
Gewicht: 248 kg trocken
GSX 1200 Inazuma

GSX 1200 A3 Inazuma

Die GSX 1200, Typ A3, lief in Japan von 1998 bis 2000 vom Band. In Deutschland stand sie nur 1999 und 2000 bei den Händlern und wurde 1.738 mal verkauft. Der japanische Beiname Inazuma, der soviel wie „Blitz“ bedeutet, durfte in Deutschland nicht verwendet werden. Hier gab es Markenrechte einer anderen Firma. Im Sprachgebrauch wird sie natürlich trotzdem gerne als Inazuma oder nur kurz als "Ina" bezeichnet.
Optisch ist sie sehr nah an der kleinen Schwester GSX 750 Inazuma angelehnt und mehrmals schon hörte ich langjährige GSX 1200-Fahrer sagen: "Die kleine 750er hätte wohl auch vollkommen gereicht."

Neben der gleichzeitig angebotenen GSF 1200 Bandit sollte die GSX 1200 eher Kunden bedienen, die eine klassische Linie bevorzugen. Der Tank und das Heck erinnern stark an Bikes aus den 1970er Jahren. Zwei einzelne Stossdämpfer an der Schwinge, runde Instrumente in Chrom eingefasst und der große Chromscheinwerfer waren ebenfalls typische Attribute aus der vergangenen Epoche. Gegenüber der Bandit ist der Motor der Inazuma mehr auf Drehmoment ausgelegt. Im unteren Drehzahlbereich steht damit mehr Durchzugskraft zur Verfügung.

Unterschiede der GSX 1200 zur GSX 750 AE Inazuma:
- Brembo Bremssättel an der Gabel
- Benzinpumpe
- Reserve-Benzinhahn ohne Benzinstand-Warnleuchte
- Tankanzeige
- Showa Federbeine mit zusätzlich justierbarer Dämpfung
- Tacho und Drehzahlmesser mit geänderter Skalierung.

Schwachpunkte:
Wesentlicher Schwachpunkt der 1200er Inazuma sind die viel zu weichen Gabelfedern vorne. Diese sind bei den meisten gebrauchten Fahrzeugen schon durch Zubehörteile ersetzt. Im Betrieb mit zwei Personen und/oder reichlich Gepäck kommen auch die schönen Showa-Elemente an ihre Grenzen. Der Tank scheint im Gegensatz zur GSX 750 AE nicht so rostanfällig zu sein. Hier wird deutlich seltener von Problemen berichtet. Der Motor ist über jeden Zweifel erhaben. Laufleistungen über 100.000 Km sind bei artgerechter Haltung (warmfahren und regelmäßige Inspektion) überhaupt kein Problem.

Modell: GSX 1200 Inazuma
Baujahr: 1998 - 2000
Motor: luft- /Ölgekühlt, 4-Takt, 4-Zyl., Reihe
Hubraum: 1.157 ccm
Leistung kW/min: 72/8.500
Drehm. Nm/min: 98/4.500
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: O-Ring-Kette
Tankinhalt: 18 Liter
Gewicht: 210 kg trocken
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