Suzuki Zweitakter

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Power Free / Diomand Free

Power Free
Michio Suzuki entwickelte 1952 die Power Free E1 mit einem luftgekühlten 36 ccm-Zweitaktmotor. Der Fahrad-Hilfsmotor leistete ein PS bei 4.000 rpm. 1953 folgte die stärkere Variante Diamond Free DF1 mit 58 ccm und zwei PS bei 4.000 rpm. Sie besaß bereits zwei Gänge und war in den Jahren 1953 und 1954 in Japan ein Verkaufsschlager, weil ein neues Gesetzt es jedem erlaubte, 2-Takter bis 60 ccm bzw. 4-Takter bis 90 ccm ohne Führerschein zu fahren.

Colleda

Colleda COX
Die Colleda CO erschien 1954 mit einem Einzylindermotor, der aus 90 ccm Hubraum ca. 4 PS leistete. Das Getriebe war mit drei Gängen zu schalten und eine Teleskopgabel war montiert. Ein Jahr später, 1955, erschien die Colleda COX, die hier abgebildet ist. Sie besaß bereits 123 ccm in ihrem Einzylinder-4-Takmotor.


Colleda TT
Die erfolgreichste Variante der Colleda, die TT erschien im Jahr 1956. Die Zweizylinder-Zweitaktmaschine hatte Profilblechrahmen und eine Langschwinge bei einem Trockengewicht von 158 kg. Der Motor leistete aus 247 ccm etwa 16 PS bei 6.000 Umdrehungen. 1960 erhielt die TT eine Telegabel und hydraulische Bremsen.

Der erste Renneinsatz erfolgte ebenfalls 1960 bei der Isle of Man. Zu dieser Zeit kam Ernst Degner, Konstrukteur und Rennfahrer aus der DDR, von MZ nach Suzuki. Unter seiner Regie enstand auch ein 50 ccm-Renner, mit dem Degner zahlreiche Siege einfuhr.
GT 125
Die GT 125 wurde 1974 unverkennbar der GT 185 und GT 250 nachempfunden. Motor- und Getriebeblock waren weitgehend baugleich.

GT 125
Vom horizontal geteilten Gehäuse und der vierfach rollengelagerten Kurbelwelle über die nadelgelagerten Pleuel bis hin zur Getrenntschmierung und Ram-Air-Kühlung. Der drehfreudige Twin galt trotz des Leistungsmankos von 3 PS als eines der besten Motorräder in der 17 PS Klasse. Die 108 kg schwere Maschine ließ sich flink wie ein Moped in die Kurven legen, die Sitzposition war bequem und der 10 Liter-Tank bot einen guten Knieschluß sowie eine gute Soziustauglichkeit.

Modell: GT 125
Baujahr: 1974 - 1979
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 123,2 ccm
Bohrung x Hub: 43 x 43 mm
Leistung kW/min: 10,5/9500
Drehm. Nm/min: 12,7/9000
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 19mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen mit einfachem Unterzug
Federweg v./h.: 120/100 mm
Radstand: 1230 mm
Bremsen v./h.: 160 mm Scheibe / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 10 Liter
Gewicht: 115 kg
Höchstgeschw.: 130 km/h
GP 125
Die im April 1978 eingeführte GP 125 ersetzte die Zweizylinder-GT 125. Suzukis Einsteigermodell in der 10-PS-Klasse galt als sehr sportlich und temperamentvoll: Der 103 kg schwere Single beschleunigte in 14,5 s auf 100 km/h.

GP 125
Der Motor und die Drehschieber Vergaser erinnerten an die GP-Rennmaschinen von 1976/77. Sportlich-straff war die Abstimmung des Fahrwerks mit 100 mm Telegabel vorn und 70 mm Federweg hinten. Die GP agierte überraschend handlich, nur die Reifenhaftung der harten Gummis setzte der Schräglage Grenzen. In diesem Fall sollte man auch tunlichst vermeiden, die bissig zupackende vordere Bremse zu zügeln, dann nämlich schmierte die Suzuki sehr leicht weg.

Modell: GP 125
Baujahr: 1978 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 1 Zylinder
Hubraum: 123,2 ccm
Bohrung x Hub: 56 x 50 mm
Leistung kW/min: 7,2/8000
Drehm. Nm/min: 9,6/7000
Ventilsteuerung: Drehschieber
Vergaser: 1 Mikuni 24mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen, unten offen
Federweg v./h.: 100/70 mm
Radstand: 1230 mm
Bremsen v./h.: 220 mm Scheibe / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 9,8 Liter
Gewicht: 103 kg
Höchstgeschw.: 110 km/h
GT 185
Ab 1977 erfolgte die Versicherungseinstufung nicht mehr nach Hubraum, sondern nach Leistung. Die GT 185 fügte sich mit 16,6 PS exakt in die neue 17 PS Klasse ein. Fahrfertig brachte die GT 131 kg auf die Waage, die Fahrleistungen waren mit knapp 130 km/h sehr gut und für den Alltag vollkommen ausreichend.

GT 185
Das Fahrwerk mit Einschleifen-Rohrrahmen war den Fahrwerten gewachsen. Verzögert wurde über eine Einscheibenbremsanlage vorn, die als überdurchschnittlich galt. Die GT 185 - das Modell K - kam im Mai 1973 erstmals nach Europa und wurde im Januar 1974 durch das L-Modell ersetzt. Der Deutschlandimport begann mit dem A-Modell von 1976. Ab 1977 wurde die Leistung leicht reduziert. Die Baureihe lief 1978 aus.

Modell: GT 185
Baujahr: 1973 - 1978
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 184 ccm
Bohrung x Hub: 49 x 49 mm
Leistung kW/min: 13/8000
Drehm. Nm/min: 16,5/7000
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 20mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen mit geteiltem Unterzug
Federweg v./h.: 110/90 mm
Radstand: 1310 mm
Bremsen v./h.: 160 mm Trommel / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 10 Liter
Gewicht: 131 kg
Höchstgeschw.: 127 km/h
GT 200 X 5
Die X5 ersetzte 1977 die GT 185. Das vollkommen neuentwickelte 17 PS-Motorrad sah der größeren 250er zum verwechseln ähnlich, verfügte aber über einen E-Starter. Bei der X5 erfolgte die Frischgasfüllung über Einlassschlitze, während der Gaswechsel bei der X7 zusätzlich noch über einen membrangesteuerten Kanal ins Kurbelgehäuse erfolgte.

GT 200 X 5
Der quicklebendige Twin, im Gegensatz zum Dyna-startenden Vormodell mit einer kontaktlosen Kondensatorzündung ausgerüstet und damit wartungsfrei, hatte mit der 131 kg schweren X5 wenig Mühe. Die Beschleunigung lag mit knapp 12 Sekunden von 0-100 km/h und einer Spitze von 125 km/h auf dem Niveau der höheren Klasse. Serienmäßig wurden Leichtmetall-Gußräder montiert, gegen Minderpreis gab es auf Wunsch auch Speichenfelgen.

Modell: GT 200 X5
Baujahr: 1979 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 196 ccm
Bohrung x Hub: 50 x 50 mm
Leistung kW/min: 13/8000
Drehm. Nm/min: 16,5/7000
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 22mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen mit geteiltem Unterzug
Federweg v./h.: 110/90 mm
Radstand: 1310 mm
Bremsen v./h.: 250 mm Scheibe / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 9 Liter
Gewicht: 131 kg
Höchstgeschw.: 125 km/h
T 20

T 20
Im Jahr 1965 erschien die T 20, ein Zweizylinder-Zweitakter mit 247 ccm und Rohrrahmen. Verkaufsbezeichnung war ab 1966 "X6 Hustler" oder auch "T20 Super Six". Sie besaß 29 PS und wurde von 1966 bis 1968 verkauft.

Modell: T20 Super Six ( X6 Hustler )
Baujahr: 1966 - 1968
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Leistung PS/min: 29/7.500
Drehm. Nm/min: 27/7.000
Vergaser: 2 Mikuni 24mm
Getriebe: 6-Gang
Gewicht: 143 kg
Höchstgeschw.: 145 km/h
T 250

T 250
Auf Basis der T 20 folgte im Jahr 1969 die T 250 mit jetzt 32 PS. Sie wurde bis 1972 verkauft.

TS 250

TS 250
Die Zweitakt-Enduro TS 250 wurde 1969 mit 246 ccm vorgestellt und entstand aus dem Production-Racer RM 250. Sie hatte mit ihren 23 PS wesentlich weniger Leistung, dafür jedoch die Straßenzulassung. Die TS 250 wurde in Amerika Savage genannt und in Japan als Hustler verkauft. Die japanische Version hatte schwächere Motoren mit anfangs 18,5 PS, die Modelle ab 1971 kamen in Japan auf 22 PS. 1982 wurde sie überall durch den Viertakter DR 250 ersetzt.

Modell: TS 250
Baujahr: 1969 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 246 ccm
Leistung kW/min: 23/6500 (Mit Kit 31/7000)
Drehm. Nm/min: 19,5/5000
Getriebe: 5-Gang
Radstand: 1370 mm
Bremsen v./h.: Trommel / Trommel
Gewicht: 127 kg
Die wichtigesten Änderungen:
1970 TS 250:
Der Suzuki-Schriftzug zierte jetzt den Tank unter dem Logo. Das hintere Schutzblech, das Rücklicht und der Tacho wurden geändert, ebenso der Auspuff mit einem neuen Hitzeschild.

1971 TS 250 R (Suzuki Jahres Code: R)
Neue Farben und ein längerer Radstand waren auffällig. Die Kontaktlose Zündung ersetzte die Kontakte.

1973 TS 250 K (Suzuki Jahres Code: K)
Mikuni VM28SH Vergaser, neue Farben, Vorderlicht und Krümmer.

1976 TS 250 A (Suzuki Jahres Code: A)
Mikuni VM28SS Vergaser, neue Aluminiumräder, Auspuffanlage, Motorblock jetzt in schwarz.

1977 TS 250 B (Suzuki Jahres Code: B)
Neuer Rahmen mit doppeltem Unterzug vor dem Motor, Neue Stossdämpfer und Auspuffanlage

1980 TS 250 ER (Suzuki Jahres Code: T)
Das neue Modell mit wesentlich mehr Plastik und völlig neuem Design.

TS 250 X

TS 250 X
Die Zweitakt-Enduro TS 250 X folgte 1985 auf die TS 250, die seit 1981 nicht mehr produziert, jedoch hier und da noch verkauft wurde. Der Motor entstammte wieder aus dem Vorbild RM 250, war dieses Mal jedoch wassergekühlt und hatte mit 35 PS deutlich mehr Leistung als der Vorgänger. Die TS 250 X wurde bis 1989 gebaut.

GT 250
Auf die T 250 folgte 1973 die GT 250, die je nach Baujahr die Zusatzbezeichnung J, K, L, M, A oder B erhielt. In den meisten Fällen beschränkten sich die Änderungen auf optische Retuschen, neue Designs und geänderte Leistungsangaben. Diese schwankten zwischen 30 und 32 PS. Die vollgetankt nur 155 kg schwere GT 250 unterschied sich motorseitig nur unwesentlich vom Vormodell.

GT 250
Markanteste Änderung war die Ram-Air Lufthutze, die allerdings mit dem A-Modell ( 27 PS, vier Überstromkanäle) entfiel. Gewicht, Leistung und der überraschend elastische Motor sprachen für die Anschaffung einer GT 250. Ihre Schwachpunkte waren die Lichtmaschine, Schwingenlager, Vibrationsschäden und die hinteren Wegwerffederbeine.

Modell: GT 250 Ram-Air
Baujahr: 1973 - 1977
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Bohrung x Hub: 54 x 54 mm
Leistung kW/min: 19/7500
Drehm. Nm/min: 26,7/6500
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 26mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrohrrahmen
Federweg v./h.: 100/75 mm
Radstand: 1300 mm
Bremsen v./h.: Scheibe / Trommel
Reifen v./h.: 3.00-18/3.25-18
Tankinhalt: 15 Liter
Gewicht: 155 kg
Höchstgeschw.: 145 km/h
GT 250 X 7
1978 präsentierte Suzuki mit der GT 250 X7 eine völlig neue Zweitaktergeneration, die den Gasdurchsatz über ein Reed-Ventil regulierte. Dies sorgte für eine gleichmäßige und kultivierte Kraftentfaltung. Verwertbare Leistung stand schon ab 3000/min zur Verfügung.

GT 250 X 7
Mit der X7 brachte Suzuki das leichteste und schnellste Motorrad seiner Hubraumklasse auf die Straße. Das Leergewicht von 145 kg lag um rund 30 kg unter dem der Konkurrenz, entsprechend rasant auch die Fahrleistungen bei einer Spitze von 150 km/h. Auf einen E-Starter wurde verzichtet und das Fahrwerk bestand aus einem Unterzug, der sich unterhalb des Motors gabelte.

Modell: GT 250 X7
Baujahr: 1978 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Bohrung x Hub: 54 x 54 mm
Leistung kW/min: 20/8000
Drehm. Nm/min: 24,5/7700
Ventilsteuerung: membrangesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 26mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen
Federweg v./h.: 120/70 mm
Radstand: 1310 mm
Bremsen v./h.: 250 mm Scheibe / 160 mm Trommel
Reifen v./h.: 3.00-18/3.50-18
Tankinhalt: 15,5 Liter
Gewicht: 145 kg
Höchstgeschw.: 154 km/h
RG 250 W Gamma

RG 250 W

Die nur 146 Kg leichte RG 250 war die erste Serienmaschine mit Alurahmen und der Zündzeitpunkt wurde über einen EACS genannten chipgesteuerten Luftmengenmesser abhängig von der Drehzahl reguliert.

Modell: RG 250 W Gamma
Baujahr: 1984 - 1988
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Leistung kW/min: 33/8500
Drehm. Nm/min: 37/9000
Vergaser: 2 Mikuni 28mm
Bremsen v./h.: 2 x 260 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Tankinhalt: 17 Liter
Gewicht: 146 kg
Höchstgeschw.: 170 km/h
RGV 250

RGV 250
Die RGV 250 wurde eindeutig für die Rennstrecke konzipiert. 58 PS bei 11.000 /min und nur 142 Kg Fahrzeuggewicht sorgten bei einem sehr guten Fahrwerk für absolutes Rennsportgefühl. 1990 wurde sie mit Kat auf die verschärften Abgasbestimmungen angeglichen und wurde mit einer Leistung von nur noch 52 PS ausgeliefert. Dafür verbesserten Upside-down-Gabel und Bananen-Schwinge noch einmal das Fahrwerk.

Modell: RGV 250
Baujahr: 1988 - 1989
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, V-Twin
Hubraum: 249 ccm
Leistung kW/min: 41/11.000
Drehm. Nm/min: 35,2/11.000
Vergaser: 2 Mikuni VM 32SS
Bremsen v./h.: 2 x 300 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Tankinhalt: 17 Liter
Gewicht: 169 kg
Höchstgeschw.: 190 km/h
1990 präsentiert Suzuki die RGV mit voll einstellbaren Stossdämpfern, wobei die Feder-Vorspannung stufenlos verstellbar war, die Zugstufe 4-fach und Druckstufe 19-fach einstewllbar ist. Der Vergaser wächst um 2 mm auf 34 mm.
Modell: RGV 250
Baujahr: 1990
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, V-Twin
Hubraum: 249 ccm
Leistung kW/min: 44/11.000
Drehm. Nm/min: 37,3/10.800
Vergaser: 2 Mikuni VM34SS
Bremsen v./h.: 2 x 300 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Tankinhalt: 16 Liter
Gewicht: 169 kg
Höchstgeschw.: 190 km/h
Die Änderungen zum Vorgänger betreffen im Jahr 1991: Größere Vergaser (von 32mm auf 34mm), 3-stufige Auslaßschieber, eine Upside-Down Gabel, Bananenschwine (gibt mehr Bodenfreiheit und die Auspuffbirnen können unter der Schwinge durchgeführt werden). Die neue Upside-Downgabel zeigt sich schwächer als die Telegabel der vorherigen Baujahre. Das Rahmenheck ist ab diesem Baujahr mit dem Rahmen verschraubt. Der Katalysator des deutschen Modells reduziert die Leistung auf 56 PS. Die 4,5 * 17 Zoll Hinterradfelge erhält einen 150er Reifen. Die Preßstifte der neuen Auslaßschieber schlagen mit der Zeit aus. Manchmal stoßen die Schieber mit den Kolben zusammen, was zu Motorschäden führen kann.
1992 wird die Gabel überarbeitet und das geschraubte Heck wird leicht modifiziert.

1993 wird die schwere Bananenschwinge wieder gegen eine konventionelle getauscht.

1996 kommt eine komplett neue RGV, welche keine Gemeinsamkeiten mehr mit den vorherigen Modellreihen hat. Der Motor ist ab nun ein 70° V-Twin mit 62 PS. Dieses Modell ist leider nicht nach Deutschland importiert worden.

1997 erscheint die RGV 250 SP mit Trockenkupplung und speziellen 32mm Vergasern mit Sensoren an der Airbox. Weiterhin hat sie einen Elektrostarter und ein RAM-Air System.
GT 380

GT 380
Die GT 380 wurde von 1972 bis 1980 von Suzuki angeboten und entsprach technisch und optisch weitgehend der GT 550. Im Rahmen der Modellpflege wurden Leistungen (zwischen 33 und 38 PS) und Lackierungen regelmäßig geändert. Wesentlichste Optimierung war 1973 die Umrüstung von Trommel- zu Scheibenbremse.

RM 400

RM 400
Die größte Suzuki-Enduro der 1970er erschien 1978. Immer noch Luftgekühlt und mit konventionellen Doppelstossdämpfern hinten. Das Fahrwerk wurde in der Fachpresse gelobt. Mehrfach einstellbare Stossdämpfer hinten und Luftdruck/Ölgedämpfte Gabel gaben Möglichkeiten zum Fahrwerkstuning. 1979 wurde der Hubraum auf 417 ccm erhöht, die Kupplung verbessert und eine elektronische Zündung verbaut. Das Gewicht reduzierte sich auf 101 Kg trocken. Die Bodenfreiheit erhöhte sich von 290 mm auf 350 mm. 1980 gibt es nur leichte optische Modifikationen, das Gewicht erhöht sich auf 103 Kg trocken.

Modell: RM 400 (CRM 400)
Baujahr: 1978 - 1980
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 1-Zylinder
Hubraum: 402 ccm
Leistung kW/min: 32/6.500
Drehm. Nm/min: 47/6.000
Vergaser: Mikuni VM36 SS
Radstand: 1.450 mm
Bodenfreiheit: 290 mm
Federweg v./h.: 249 mm / 251 mm
Tankinhalt: 8,5 Liter
Gewicht: 105 kg trocken
T 500

T 500 Titan II
Die Zweizylinder-T 500 mit 493 ccm wurde von 1967 bis 1975 angeboten und besaß je nach Ausführung zwischen 44 und 47 PS. Hier abgebildet ist das Modell Titan II aus dem Jahr 1969. Sein Luftgekühlter Zweitakt-Aluminium-Motor lieferte 47 PS bei 7.000 Umdrehungen. Der Titan II wog stolze 187 kg.

GT 500

GT 500
Die Zweizylinder-GT 500 wurde nur 2 Jahre angeboten und sehr selten verkauft. Die 1976 bis 1977 angebotene GT 500 enthielt schon Komponenten der GS-Baureihen, so enstammten z.B. die Zündung und die Scheibenbremse schon den 4-Takt-Modellen. Wer noch ein Stück besitzt, kann sich glücklich schätzen, da der Motor als überaus kraftvoll gilt.

RG 500
Suzuki hatte in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre eine neue Idee für ein Rennmotorrad mit Vierzylinder-Zweitaktmotor. Die vier Zylinder sollten im Quadrat angeordnet werden.


Lucky Lucchinelli
Anfängliche Kinderkrankheiten und das problematische Fahrverhalten wurden dem schmalen und kraftvollen Fahrzeug schnell auskuriert und schon zwei Jahre später errang Barry Sheene mit der Suzuki den ersten von zwei Weltmeistertiteln (1976 und 1977).1980 wurde Marco "Lucky" Lucchinelli WM-Dritter und holte ein Jahr später als 27-jähriger für Roberto Gallinas Rennstall den WM-Titel.


Franco Uncini
Da Lucky unmittelbar nach seinem Titel zu Honda wechselte, wurde Randy Marmola für die 1982er Sasion zum Suzuki-Werksfahrer (und -Werbeträger) Nummer Eins bestimmt. Doch bis Randy endlich ins rollen kam und regelmäßig in die Punkte fuhr, war Franco Uncini, ebenfalls auf RG 500 unterwegs, schon fast Weltmeister. Ihm war drei Rennen vor Schluss der Titel schon nicht mehr zu nehmen.


Randy Marmola
Franco Uncini gewann 1982 souverän mit 103 Punkten vor dem zweiten Greame Crosby (Yamaha), der nur auf 76 Punkte kam. Als Freddie Spencer 1983 Weltmeister wurde und die Yamahas durchgehend über 10 PS mehr Leistung hatten, endete die Ära von Suzuki. Es blieben neben den vier WM-Fahrer-Titeln sieben Siege in Folge in der Markenwertung und ebenfalls sieben Siege in Folge in der Halbliterklasse bei der Ile of Man.


Straßenversion
Die Straßenversion der RG 500 wurde ab 1984 gebaut und in Deutschland ab Mitte 1985 verkauft. Ca. 1.500 Stück wurden bis 1989 abgesetzt. Eine Neuheit auf der Straße waren neben dem quadratischen 4-Zylindermotor die oberen Auspuffbirnen, die im Heckbürzel mündeten. Das Getriebe, mit dem es in den ersten Jahren öfter Probleme gab, konnte nach Abnehmen des Kupplungskorbes entfernt werden, ohne den Motor zu öffnen.

Modell: RG 500
Baujahr: 1984 - 1989
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, 4 Zylinder
Hubraum: 495 ccm
Bohrung x Hub: 56,0 x 50,6 mm
Leistung kW/min: 70/9500
Drehm. Nm/min: 71,3/9000
Ventilsteuerung: Drehschieber
Vergaser: 4 Mikuni 28mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrohrrahmen Alu
Radstand: 1425 mm
Bremsen v./h.: 2 x 260 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Reifen v./h.: 110/90-16 / 120/90-17
Tankinhalt: 22 Liter
Gewicht: 181 kg
Höchstgeschw.: 228 km/h
GT 550

GT 550
Die Dreizylinder-Zweitakt-GT 550 wurde 1972 mit 539 ccm und 48 PS präsentiert und stellte sich mit Elektroanlasser vor. Ein gut abgestuftes Getriebe mit 5 Gängen, dass sich sehr sauber schalten ließ, ermöglichte flotte Fahrten. Sie wurde mit unterschiedlichen Leistungen zwischen 47 und 50 PS bis einschließlich 1977 angeboten.

GT 750

GT 750

Die Dreizylinder-Zweitakt-GT 750 wurde 1970 als Prototyp vorgestellt und 1972 dann mit 738 ccm an die Händler geliefert. Wegen dem bulligen Aussehen des Wasserkühlers und dem sehr guten Drehmoment war schnell der Spitzname Wasserbüffel geboren.


Werbung 1973
Fahrwerk und Benzinverbrauch waren auch für damalige Verhältnisse sehr bescheiden und häufiger Kritikpunkt. Verschiedene Leistungsvarianten zwischen 52 und 70 PS wurden angeboten. Die letzten Büffel wurden 1977 hergestellt und bis 1978 verkauft.

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