Suzuki Zweitakter

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Power Free / Diomand Free

Power Free
Michio Suzuki entwickelte 1952 die Power Free E1 mit einem luftgekühlten 36 ccm-Zweitaktmotor. Der Fahrad-Hilfsmotor leistete ein PS bei 4.000 rpm. 1953 folgte die stärkere Variante Diamond Free DF1 mit 58 ccm und zwei PS bei 4.000 rpm. Sie besaß bereits zwei Gänge und war in den Jahren 1953 und 1954 in Japan ein Verkaufsschlager, weil ein neues Gesetzt es jedem erlaubte, 2-Takter bis 60 ccm bzw. 4-Takter bis 90 ccm ohne Führerschein zu fahren.

Colleda

Colleda COX
Die Colleda CO erschien 1954 mit einem Einzylindermotor, der aus 90 ccm Hubraum ca. 4 PS leistete. Das Getriebe war mit drei Gängen zu schalten und eine Teleskopgabel war montiert. Ein Jahr später, 1955, erschien die Colleda COX, die hier abgebildet ist. Sie besaß bereits 123 ccm in ihrem Einzylinder-4-Takmotor.


Colleda TT
Die erfolgreichste Variante der Colleda, die TT erschien im Jahr 1956. Die Zweizylinder-Zweitaktmaschine hatte Profilblechrahmen und eine Langschwinge bei einem Trockengewicht von 158 kg. Der Motor leistete aus 247 ccm etwa 16 PS bei 6.000 Umdrehungen. 1960 erhielt die TT eine Telegabel und hydraulische Bremsen.


Der erste Renneinsatz erfolgte ebenfalls 1960 bei der Isle of Man. Zu dieser Zeit kam Ernst Degner, Konstrukteur und Rennfahrer aus der DDR, von MZ nach Suzuki. Unter seiner Regie enstand auch ein 50 ccm-Renner, mit dem Degner zahlreiche Siege einfuhr.

GT 125
Die GT 125 wurde 1974 unverkennbar der GT 185 und GT 250 nachempfunden. Motor- und Getriebeblock waren weitgehend baugleich.


GT 125

Vom horizontal geteilten Gehäuse und der vierfach rollengelagerten Kurbelwelle über die nadelgelagerten Pleuel bis hin zur Getrenntschmierung und Ram-Air-Kühlung. Der drehfreudige Twin galt trotz des Leistungsmankos von 3 PS als eines der besten Motorräder in der 17 PS Klasse. Die 108 kg schwere Maschine ließ sich flink wie ein Moped in die Kurven legen, die Sitzposition war bequem und der 10 Liter-Tank bot einen guten Knieschluß sowie eine gute Soziustauglichkeit.

Modell: GT 125
Baujahr: 1974 - 1979
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 123,2 ccm
Bohrung x Hub: 43 x 43 mm
Leistung kW/min: 10,5/9.500
Drehm. Nm/min: 12,7/9.000
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 19mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen mit einfachem Unterzug
Federweg v./h.: 120/100 mm
Radstand: 1.230 mm
Bremsen v./h.: 160 mm Scheibe / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 10 Liter
Gewicht: 115 kg
Höchstgeschw.: 130 km/h
GP 125
Die im April 1978 eingeführte GP 125 ersetzte die Zweizylinder-GT 125. Suzukis Einsteigermodell in der 10-PS-Klasse galt als sehr sportlich und temperamentvoll: Der 103 kg schwere Single beschleunigte in 14,5 s auf 100 km/h.


GP 125

Der Motor und die Drehschieber Vergaser erinnerten an die GP-Rennmaschinen von 1976/77. Sportlich-straff war die Abstimmung des Fahrwerks mit 100 mm Telegabel vorn und 70 mm Federweg hinten. Die GP agierte überraschend handlich, nur die Reifenhaftung der harten Gummis setzte der Schräglage Grenzen. In diesem Fall sollte man auch tunlichst vermeiden, die bissig zupackende vordere Bremse zu zügeln, dann nämlich schmierte die Suzuki sehr leicht weg.

Modell: GP 125
Baujahr: 1978 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 1 Zylinder
Hubraum: 123,2 ccm
Bohrung x Hub: 56 x 50 mm
Leistung kW/min: 7,2/8.000
Drehm. Nm/min: 9,6/7.000
Ventilsteuerung: Drehschieber
Vergaser: 1 Mikuni 24mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen, unten offen
Federweg v./h.: 100/70 mm
Radstand: 1.230 mm
Bremsen v./h.: 220 mm Scheibe / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 9,8 Liter
Gewicht: 103 kg
Höchstgeschw.: 110 km/h
GT 185
Ab 1977 erfolgte die Versicherungseinstufung nicht mehr nach Hubraum, sondern nach Leistung. Die GT 185 fügte sich mit 16,6 PS exakt in die neue 17 PS Klasse ein. Fahrfertig brachte die GT 131 kg auf die Waage, die Fahrleistungen waren mit knapp 130 km/h sehr gut und für den Alltag vollkommen ausreichend.


GT 185

Das Fahrwerk mit Einschleifen-Rohrrahmen war den Fahrwerten gewachsen. Verzögert wurde über eine Einscheibenbremsanlage vorn, die als überdurchschnittlich galt. Die GT 185 - das Modell K - kam im Mai 1973 erstmals nach Europa und wurde im Januar 1974 durch das L-Modell ersetzt. Der Deutschlandimport begann mit dem A-Modell von 1976. Ab 1977 wurde die Leistung leicht reduziert. Die Baureihe lief 1978 aus.

Modell: GT 185
Baujahr: 1973 - 1978
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 184 ccm
Bohrung x Hub: 49 x 49 mm
Leistung kW/min: 13/8.000
Drehm. Nm/min: 16,5/7.000
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 20mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen mit geteiltem Unterzug
Federweg v./h.: 110/90 mm
Radstand: 1310 mm
Bremsen v./h.: 160 mm Trommel / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 10 Liter
Gewicht: 131 kg
Höchstgeschw.: 127 km/h
GT 200 X 5
Die X5 ersetzte 1977 die GT 185. Das vollkommen neuentwickelte 17 PS-Motorrad sah der größeren 250er zum verwechseln ähnlich, verfügte aber über einen E-Starter. Bei der X5 erfolgte die Frischgasfüllung über Einlassschlitze, während der Gaswechsel bei der X7 zusätzlich noch über einen membrangesteuerten Kanal ins Kurbelgehäuse erfolgte.


GT 200 X 5

Der quicklebendige Twin, im Gegensatz zum Dyna-startenden Vormodell mit einer kontaktlosen Kondensatorzündung ausgerüstet und damit wartungsfrei, hatte mit der 131 kg schweren X5 wenig Mühe. Die Beschleunigung lag mit knapp 12 Sekunden von 0-100 km/h und einer Spitze von 125 km/h auf dem Niveau der höheren Klasse. Serienmäßig wurden Leichtmetall-Gußräder montiert, gegen Minderpreis gab es auf Wunsch auch Speichenfelgen.

Modell: GT 200 X5
Baujahr: 1979 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 196 ccm
Bohrung x Hub: 50 x 50 mm
Leistung kW/min: 13/8.000
Drehm. Nm/min: 16,5/7.000
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 22mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen mit geteiltem Unterzug
Federweg v./h.: 110/90 mm
Radstand: 1.310 mm
Bremsen v./h.: 250 mm Scheibe / 130 mm T.
Reifen v./h.: 2.75-18/3.00-18
Tankinhalt: 9 Liter
Gewicht: 131 kg
Höchstgeschw.: 125 km/h
T 20
Im Jahr 1965 erschien die T 20, ein Zweizylinder-Zweitakter mit 247 ccm, 29 PS und Rohrrahmen. Herstellung war von 1966 bis 1969, letzte Auslieferungen erfolgten auch noch 1970. Als Verkaufsbezeichnung wurden "X6 Hustler" oder auch "T20 Super Six" genannt. Als erstes Alltagsmototrrad verfügte die T 20 über ein 6-Gang-Getriebe, was bis dahin nur Rennmaschinen vorbehalten war. Auch das waagerecht teilbare Motorgehäuse mit Lagern, die in die beiden Hälften geklemmt wurden, ist Vorbild ist für viele Motorengenerationen Vorbild gewesen. Die Zylinder bestanden nicht mehr aus Grauguß, sondern aus Aluminium und beinhalten Graugußbuchsen. Der Zylinder wurde dadurch leichter, kühlte besser und konnte problemlos ausgebohrt werden.


T 20
Größere Schwachpunkte sind nicht bekannt. Lediglich das Kupplungslager tat nur bei neuen Maschinen geräuschlos seinen Dienst. Bereits nach einigen 1.000 Kilometern ist im Leerlauf das Lagerspiel zu hören. Es verschwindet bei gezogener Kupplung bzw. im Fahrbetrieb und bedeutet keine Gefahr für den Motor. Abhilfe schafft nur die Überarbeitung des Kupplungslagers, was aber keine langfristige Ruhe in die Kupplung bringt.

Modell: T20 Super Six ( X6 Hustler )
Baujahr: 1966 - 1968
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Leistung PS/min: 29/7.500
Drehm. Nm/min: 27/7.000
Vergaser: 2 Mikuni 24mm
Getriebe: 6-Gang
Gewicht: 143 kg
Höchstgeschw.: 145 km/h
T 250

T 250
Auf Basis der T 20 folgte im Jahr 1969 die T 250 mit jetzt 32 bzw 33 PS, wobei das erste Modell viele Teile der T 20 verwendete. Jetzt mit Getrenntschmierung und der 6-Gangschaltung war die T 250 im Vergleich zur Konkurrenz leicht, sportlich und sparsam. Die Zylinder erhielten größere und etwas eckigere Kühlrippen und die Kupplung wurde größer dimensioniert. Etwas gewachsen sind auch die Zahnräder im Getriebe und Wellen mit stärkerem Durchmesser. Die T 250 wurde bis 1972 gebaut und in einigen Ländern auch noch lange danach verkauft. Sie wurde in den meisten Ländern 1973 durch die GT 250 ersetzt. Heute stellt die Ersatzteilversorgung und sogar die Verschleißteilbeschaffung schon eine Herausforderung dar. Besonders selten und gesucht sind die Scrambler-Modelle mit dem hochgezogenen Auspuff.

TS 250

TS 250

Die Zweitakt-Enduro TS 250 wurde 1969 mit 246 ccm vorgestellt und entstand aus dem Production-Racer RM 250. Sie hatte mit ihren 23 PS wesentlich weniger Leistung, dafür jedoch die Straßenzulassung. Die TS 250 wurde in Amerika Savage genannt und in Japan als Hustler verkauft. Die japanische Version hatte schwächere Motoren mit anfangs 18,5 PS, die Modelle ab 1971 kamen in Japan auf 22 PS. 1982 wurde sie überall durch den Viertakter DR 250 ersetzt.

Modell: TS 250
Baujahr: 1969 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 1 Zylinder
Hubraum: 246 ccm
Leistung kW/min: 23/6.500 (Mit Kit 31/7.000)
Drehm. Nm/min: 19,5/5.000
Getriebe: 5-Gang
Radstand: 1.370 mm
Bremsen v./h.: Trommel / Trommel
Gewicht: 127 kg
Die wichtigesten Änderungen:
1970 TS 250:
Der Suzuki-Schriftzug zierte jetzt den Tank unter dem Logo. Das hintere Schutzblech, das Rücklicht und der Tacho wurden geändert, ebenso der Auspuff mit einem neuen Hitzeschild.

1971 TS 250 R (Suzuki Jahres Code: R)
Neue Farben und ein längerer Radstand waren auffällig. Die Kontaktlose Zündung ersetzte die Kontakte.

1973 TS 250 K (Suzuki Jahres Code: K)
Mikuni VM28SH Vergaser, neue Farben, Vorderlicht und Krümmer.

1976 TS 250 A (Suzuki Jahres Code: A)
Mikuni VM28SS Vergaser, neue Aluminiumräder, Auspuffanlage, Motorblock jetzt in schwarz.

1977 TS 250 B (Suzuki Jahres Code: B)
Neuer Rahmen mit doppeltem Unterzug vor dem Motor, Neue Stossdämpfer und Auspuffanlage

1980 TS 250 ER (Suzuki Jahres Code: T)
Das neue Modell mit wesentlich mehr Plastik und völlig neuem Design.

TS 250 X

TS 250 X
Die Zweitakt-Enduro TS 250 X folgte 1985 auf die TS 250, die seit 1981 nicht mehr produziert, jedoch hier und da noch verkauft wurde. Der Motor entstammte wieder aus dem Vorbild RM 250, war dieses Mal jedoch wassergekühlt und hatte mit 35 PS deutlich mehr Leistung als der Vorgänger. Die TS 250 X wurde bis 1989 gebaut.

GT 250
Auf die T 250 folgte 1973 die GT 250, die je nach Baujahr die Zusatzbezeichnung J, K, L, M, A oder B erhielt. In den meisten Fällen beschränkten sich die Änderungen auf optische Retuschen, neue Designs und geänderte Leistungsangaben. Diese schwankten zwischen 30 und 32 PS. Die vollgetankt nur 155 kg schwere GT 250 unterschied sich motorseitig nur unwesentlich vom Vormodell.


GT 250

Markanteste Änderung war die Ram-Air Lufthutze, die allerdings mit dem A-Modell ( 27 PS, vier Überstromkanäle) entfiel. Gewicht, Leistung und der überraschend elastische Motor sprachen für die Anschaffung einer GT 250. Ihre Schwachpunkte waren die Lichtmaschine, Schwingenlager, Vibrationsschäden und die hinteren Wegwerffederbeine.

Modell: GT 250 Ram-Air
Baujahr: 1973 - 1977
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Bohrung x Hub: 54 x 54 mm
Leistung kW/min: 19/7.500
Drehm. Nm/min: 26,7/6.500
Ventilsteuerung: Kolbengesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 26mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrohrrahmen
Federweg v./h.: 100/75 mm
Radstand: 1.300 mm
Bremsen v./h.: Scheibe / Trommel
Reifen v./h.: 3.00-18/3.25-18
Tankinhalt: 15 Liter
Gewicht: 155 kg
Höchstgeschw.: 145 km/h
GT 250 X 7
1978 präsentierte Suzuki mit der GT 250 X7 eine völlig neue Zweitaktergeneration, die den Gasdurchsatz über ein Reed-Ventil regulierte. Dies sorgte für eine gleichmäßige und kultivierte Kraftentfaltung. Verwertbare Leistung stand schon ab 3000/min zur Verfügung.


GT 250 X 7

Mit der X7 brachte Suzuki das leichteste und schnellste Motorrad seiner Hubraumklasse auf die Straße. Das Leergewicht von 145 kg lag um rund 30 kg unter dem der Konkurrenz, entsprechend rasant auch die Fahrleistungen bei einer Spitze von 150 km/h. Auf einen E-Starter wurde verzichtet und das Fahrwerk bestand aus einem Unterzug, der sich unterhalb des Motors gabelte.

Modell: GT 250 X7
Baujahr: 1978 - 1981
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Bohrung x Hub: 54 x 54 mm
Leistung kW/min: 20/8.000
Drehm. Nm/min: 24,5/7.700
Ventilsteuerung: membrangesteuert
Vergaser: 2 Mikuni 26mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Einrohrrahmen
Federweg v./h.: 120/70 mm
Radstand: 1.310 mm
Bremsen v./h.: 250 mm Scheibe / 160 mm Trommel
Reifen v./h.: 3.00-18/3.50-18
Tankinhalt: 15,5 Liter
Gewicht: 145 kg
Höchstgeschw.: 154 km/h
RG 250 W Gamma

RG 250 W

Die nur 146 Kg leichte RG 250 war die erste Serienmaschine mit Alurahmen und der Zündzeitpunkt wurde über einen EACS genannten chipgesteuerten Luftmengenmesser abhängig von der Drehzahl reguliert.

Modell: RG 250 W Gamma
Baujahr: 1984 - 1988
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 247 ccm
Leistung kW/min: 33/8.500
Drehm. Nm/min: 37/9.000
Vergaser: 2 Mikuni 28mm
Bremsen v./h.: 2 x 260 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Tankinhalt: 17 Liter
Gewicht: 146 kg
Höchstgeschw.: 170 km/h
RGV 250 1987-96

RGV 250 1988
Die RGV 250 wurde eindeutig für die Rennstrecke konzipiert. 58 PS bei 11.000 /min und nur 142 Kg Fahrzeuggewicht sorgten bei einem sehr guten Fahrwerk für absolutes Rennsportgefühl. 1990 wurde sie mit Kat auf die verschärften Abgasbestimmungen angeglichen und wurde mit einer Leistung von nur noch 52 PS ausgeliefert. Dafür verbesserten Upside-down-Gabel und Bananen-Schwinge noch einmal das Fahrwerk.

Modell: RGV 250
Baujahr: 1988 - 1989
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, V-Twin
Hubraum: 249 ccm
Leistung kW/min: 41/11.000
Drehm. Nm/min: 35,2/11.000
Vergaser: 2 Mikuni VM 32SS
Bremsen v./h.: 2 x 300 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Tankinhalt: 17 Liter
Gewicht: 169 kg
Höchstgeschw.: 190 km/h
1990 präsentiert Suzuki die RGV mit voll einstellbaren Stossdämpfern, wobei die Feder-Vorspannung stufenlos verstellbar war, die Zugstufe 4-fach und Druckstufe 19-fach einstewllbar ist. Der Vergaser wächst um 2 mm auf 34 mm.
Modell: RGV 250
Baujahr: 1990
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, V-Twin
Hubraum: 249 ccm
Leistung kW/min: 44/11.000
Drehm. Nm/min: 37,3/10.800
Vergaser: 2 Mikuni VM34SS
Bremsen v./h.: 2 x 300 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Tankinhalt: 16 Liter
Gewicht: 169 kg
Höchstgeschw.: 190 km/h
Die Änderungen zum Vorgänger betreffen im Jahr 1991: Größere Vergaser (von 32mm auf 34mm), 3-stufige Auslaßschieber, eine Upside-Down Gabel, Bananenschwine (gibt mehr Bodenfreiheit und die Auspuffbirnen können unter der Schwinge durchgeführt werden). Die neue Upside-Downgabel zeigt sich schwächer als die Telegabel der vorherigen Baujahre. Das Rahmenheck ist ab diesem Baujahr mit dem Rahmen verschraubt. Der Katalysator des deutschen Modells reduziert die Leistung auf 56 PS. Die 4,5 * 17 Zoll Hinterradfelge erhält einen 150er Reifen. Die Preßstifte der neuen Auslaßschieber schlagen mit der Zeit aus. Manchmal stoßen die Schieber mit den Kolben zusammen, was zu Motorschäden führen kann.


RGV 250 1992
1992 wird die Gabel überarbeitet und das geschraubte Heck wird leicht modifiziert.

1993 wird die schwere Bananenschwinge wieder gegen eine konventionelle getauscht.



1996 kommt eine komplett neue RGV, welche keine Gemeinsamkeiten mehr mit den vorherigen Modellreihen hat. Der Motor ist ab nun ein 70° V-Twin mit 62 PS. Dieses Modell ist leider nicht nach Deutschland importiert worden.

1997 erscheint die RGV 250 SP mit Trockenkupplung und speziellen 32mm Vergasern mit Sensoren an der Airbox. Weiterhin hat sie einen Elektrostarter und ein RAM-Air System.
T 350

T 350
Im Jahr 1969 kam die T 350 auf den Markt, ein Zweizylinder-Zweitakter mit 315 ccm und Rohrrahmen. Verkaufsbezeichnung war 1969 "T 350 Rebel", ab 1970 "T 350 II" und ab 1971 "T 350 R Rebel". In Japan wurde sie da schon als GT 350 angeboten. Sie besaß 39 PS, später in einigen Varianten auch 40 PS bzw. 36 PS im Jahr 1972. Mitte 1972 lief die Produktion aus.

Modell: T 350 Rebel
Baujahr: 1969 - 1972
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 2 Zylinder
Hubraum: 315 ccm
Leistung PS/min: 39/7.500
Drehm. Nm/min: 29/6.500
Getriebe: 6-Gang
Gewicht: 149 kg
GT 380

GT 380
Die GT 380 wurde von 1972 bis 1980 von Suzuki angeboten und entsprach technisch und optisch weitgehend der GT 550. Im Rahmen der Modellpflege wurden Leistungen (zwischen 33 und 38 PS) und Lackierungen regelmäßig geändert. Wesentlichste Optimierung war 1973 die Umrüstung von Trommel- zu Scheibenbremse.

RM 400

RM 400
Die größte Suzuki-Enduro der 1970er erschien 1978. Immer noch Luftgekühlt und mit konventionellen Doppelstossdämpfern hinten. Das Fahrwerk wurde in der Fachpresse gelobt. Mehrfach einstellbare Stossdämpfer hinten und Luftdruck/Ölgedämpfte Gabel gaben Möglichkeiten zum Fahrwerkstuning. 1979 wurde der Hubraum auf 417 ccm erhöht, die Kupplung verbessert und eine elektronische Zündung verbaut. Das Gewicht reduzierte sich auf 101 Kg trocken. Die Bodenfreiheit erhöhte sich von 290 mm auf 350 mm. 1980 gibt es nur leichte optische Modifikationen, das Gewicht erhöht sich auf 103 Kg trocken.

Modell: RM 400 (CRM 400)
Baujahr: 1978 - 1980
Motor: luftgekühlt, 2-Takt, 1-Zylinder
Hubraum: 402 ccm
Leistung kW/min: 32/6.500
Drehm. Nm/min: 47/6.000
Vergaser: Mikuni VM36 SS
Radstand: 1.450 mm
Bodenfreiheit: 290 mm
Federweg v./h.: 249 mm / 251 mm
Tankinhalt: 8,5 Liter
Gewicht: 105 kg trocken
T 500

T 500 Titan II
Die Zweizylinder-T 500 mit 493 ccm wurde von 1967 bis 1975 angeboten und besaß je nach Ausführung zwischen 44 und 47 PS. Hier abgebildet ist das Modell Titan II aus dem Jahr 1969. Sein Luftgekühlter Zweitakt-Aluminium-Motor lieferte 47 PS bei 7.000 Umdrehungen. Der Titan II wog stolze 187 kg.

GT 500

GT 500
Die Zweizylinder-GT 500 wurde nur 2 Jahre angeboten und sehr selten verkauft. Die 1976 bis 1977 angebotene GT 500 enthielt schon Komponenten der GS-Baureihen, so enstammten z.B. die Zündung und die Scheibenbremse schon den 4-Takt-Modellen. Wer noch ein Stück besitzt, kann sich glücklich schätzen, da der Motor als überaus kraftvoll gilt.

RG 500
Suzuki hatte in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre eine neue Idee für ein Rennmotorrad mit Vierzylinder-Zweitaktmotor. Die vier Zylinder sollten im Quadrat angeordnet werden.


Lucky Lucchinelli
Anfängliche Kinderkrankheiten und das problematische Fahrverhalten wurden dem schmalen und kraftvollen Fahrzeug schnell auskuriert und schon zwei Jahre später errang Barry Sheene mit der Suzuki den ersten von zwei Weltmeistertiteln (1976 und 1977).1980 wurde Marco "Lucky" Lucchinelli WM-Dritter und holte ein Jahr später als 27-jähriger für Roberto Gallinas Rennstall den WM-Titel.


Franco Uncini
Da Lucky unmittelbar nach seinem Titel zu Honda wechselte, wurde Randy Marmola für die 1982er Sasion zum Suzuki-Werksfahrer (und -Werbeträger) Nummer Eins bestimmt. Doch bis Randy endlich ins rollen kam und regelmäßig in die Punkte fuhr, war Franco Uncini, ebenfalls auf RG 500 unterwegs, schon fast Weltmeister. Ihm war drei Rennen vor Schluss der Titel schon nicht mehr zu nehmen.


Randy Marmola
Franco Uncini gewann 1982 souverän mit 103 Punkten vor dem zweiten Greame Crosby (Yamaha), der nur auf 76 Punkte kam. Als Freddie Spencer 1983 Weltmeister wurde und die Yamahas durchgehend über 10 PS mehr Leistung hatten, endete die Ära von Suzuki. Es blieben neben den vier WM-Fahrer-Titeln sieben Siege in Folge in der Markenwertung und ebenfalls sieben Siege in Folge in der Halbliterklasse bei der Ile of Man.


Straßenversion
Die Straßenversion der RG 500 wurde ab 1984 gebaut und in Deutschland ab Mitte 1985 verkauft. Ca. 1.500 Stück wurden bis 1989 abgesetzt. Eine Neuheit auf der Straße waren neben dem quadratischen 4-Zylindermotor die oberen Auspuffbirnen, die im Heckbürzel mündeten. Das Getriebe, mit dem es in den ersten Jahren öfter Probleme gab, konnte nach Abnehmen des Kupplungskorbes entfernt werden, ohne den Motor zu öffnen.

Modell: RG 500
Baujahr: 1984 - 1989
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, 4 Zylinder
Hubraum: 495 ccm
Bohrung x Hub: 56,0 x 50,6 mm
Leistung kW/min: 70/9.500
Drehm. Nm/min: 71,3/9.000
Ventilsteuerung: Drehschieber
Vergaser: 4 Mikuni 28mm
Getriebe: 6-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrohrrahmen Alu
Radstand: 1.425 mm
Bremsen v./h.: 2 x 260 mm Scheibe / 210 mm Scheibe
Reifen v./h.: 110/90-16 / 120/90-17
Tankinhalt: 22 Liter
Gewicht: 181 kg
Höchstgeschw.: 228 km/h
GT 550

GT 550
Die Dreizylinder-Zweitakt-GT 550 wurde 1972 mit 543 ccm und 50 PS bei 6.500 U/min präsentiert und stellte sich mit Elektroanlasser vor. Ein gut abgestuftes Getriebe mit 5 Gängen, dass sich sehr sauber schalten ließ, ermöglichte flotte Fahrten und mit 55 Nm bei 6.000 U/min ausreichend Drehmoment. Sie wurde technisch nicht verändert, war sie doch auf Anhieb sehr gut gelungen. Bis einschließlich 1977 wurde sie angeboten.

Das Modelljahr 1972 "GT 550 J" hatte zu Beginn eine Trommelbremse vorne.Je nach Literaturquelle kam im Laufe des Jahres 1972 oder zu Beginn 1973 mit dem Modell "GT 550 K" die Scheibenbremse vorne. Bei den Modellen "GT 550 L" (1974), "GT 550 M" (1975), "GT 550 A" (1976) und "GT 550 B" (1977) wurden nur die Farbgebungen und geändert.
Modell: GT 550
Baujahr: 1972 - 1977
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, 3 Zylinder
Hubraum: 543 ccm
Leistung kW/min: 34/6.500
Drehm. Nm/min: 55/6.000
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrohrrahmen
Radstand: 1.460 mm
Gewicht: 215 kg
GT 750

GT 750

Die Dreizylinder-Zweitakt-GT 750 wurde 1970 als Prototyp vorgestellt, im September 1971 waren dann auch die letzten Tests abgeschlossen und es wurden zunächst die Interessenten in Amerika mit dem 738,9 ccm Bike bedient. 1972 wurde sie dann auch an die die Händler in Europa geliefert. Die Verkaufsbezeichnung war zu Beginn "GT 750 Le Mans". Wegen dem bulligen Aussehen des Wasserkühlers und dem sehr guten Drehmoment war schnell der Spitzname Wasserbüffel geboren.


Werbung 1973
Das vom Auto übernommene Kühlsystem hatte zwar die Nachteile des höheren Gewichtes und der teureren Fertigung, hatte aber überwiegend positive Seiten. Thermische Schwankungen sind bei einem Flüssigkeitsgekühlten Motor weit geringer als bei einem Fahrtwindgekühlten und so konnte man das Kolbeneinbauspiel geringer halten, ohne die Gefahr eines Kolbenklemmers. Auch die Geräuschdämpfung war einfacher und effizienter. Eine Pumpe, die bei 6000 U/min 61 Liter pro Minute förderte wälzte die 4,5 Liter Kühlflüssigkeit, in einem geschlossenen System mit Ausgleichsbehälter, im Motorblock um. Zwischen 82 und 95 Grad Celsius öffnete der Thermostat und die Kühlflüssigkeit wurde durch den Leichtmetall Lamellenkühler gepumpt. Bei 105 Grad sollte der Kühlventilator anlaufen und wieder auf 100 Grad abkühlen.

Bohrung und Hub entsprachen exakt jenen Maßen der T 500, was mit Hilfe des dritten Zylinders einen Hubraum von 738,9 ccm ergab. Da ein Dreizylinder 2-Takt Motor die gleiche Anzahl an Zündimpulsen hat wie ein Sechszylinder Reihenviertakter, hat er auch dessen Laufkultur. Acht Gummischeiben zwischen Rahmen und Motor schluckten den Rest an Vibrationen. Bis ca.2000 U/min waren feine Frequenzen zu spüren, ab dann bis zur Höchstdrehzahl war dann nichts mehr zu spüren. Die Drei-in.Vier Auspuffanlage mit den Verbindungsrohren sollte das Drehmoment bei 2000 U/min um 20% erhöhen. Mit vollem Benzin und Öltank ( 17 L/ 1,8 L ) erreichte sie ein Gewicht von 251 kg, was ihr mit den 52 PS eine Höchstgeschwindigkeit von gemessenen 173 km/h ermöglichte. Das entspricht etwa 6.900 U/min im fünften Gang. Die Beschleunigung von 0 auf 100 absolvierte sie in sechs Sekunden.

Unvergleichlich war ihre Laufkultur, vom scheppernden 5/16 Takt im Leerlauf mal abgesehen. Aber kaum waren die drei VM 32 Mikunis einen Hauch weit aufgezogen, surrte sie hoch wie eine Turbine. Scheinbar mühelos schnellte die Nadel des Drehzahlmessers in den roten Bereich (7.000 U/min) und auch im höchsten Gang reagierte der Motor auf Vollgas schon ab 2.000 U/min und zog spontan los. 67 PS bei 6.500 U/min und ein Drehmoment von 77 Nm bei 5.500 U/min waren ebenfalls beeindruckend.

Es verging kein Jahr ohne Modellpflege. Fahwerksgeometrie, optische Retuschen, technische Ausrüstung, an allem wurde immer wieder gearbeitet. So wurde der Lenkkopfwinkel von 61 auf 63 Grad geändert, der Nachlauf von 132 auf 95 mm reduziert. 1973 bekam sie doppelte Scheibenbremsen vorne, die 32-er Schieber von Mikuni wichen 1974 BS 40 Gleichdruckvergasern mit 32 mm Durchlass und 1976 bekam sie verbesserte Lichtmaschinenteile (Abreißende Kupferlitzen an den Schleifkohlen und flatternde Kohlen auf dem Rotor-Kollektor beeinträchtigen die Batterieladung). Das 1974 präsentierte, 63 PS starke, L-Modell, dem ein Ölbenetzter Schaumstoffluftilter die Luft abschnürte und das völlig missratene Hauptdüsen hatte, fiel durch seinen außergewöhnlich hohen Spritverbrauch auf. Erst mit 115-er Hauptdüsen außen und 110-er Düse in der mitte plus ein paar Löcher in das Schaumstoffstück sank der Spritkonsum auf 6-9 Liter pro 100 km. Weniger war nicht zu erreichen. Weitere Änderungen: schärfere Steuerzeiten, 2-zügiger Gaszug, Ölpumpe über Gestänge, Auspuff ohne Endkappen, später auch ohne Verbindungsstücke, LED-Ganganzeige und separate Kontrolleuchtenkonsole, Gabel ohne Faltenbalg und mit verchromten Abdeckungen, verchromte Lampe mit Lampenhalter, neuer Luftfilterkasten mit verchromten Seitendeckeln, angepasste Seitendeckel, flacher Lenker, Armaturen mit dunkelgrüner Beleuchtung, Ventilator entfällt, zusätzliche Streben am Rahmen, Kunststoffkühlerabdeckung mit anderem Kühlerschutzbügel, sowie ein anderer Kickstarter mit günstigerer Kröpfung.

Zusammengefasst waren Fahrwerk und Benzinverbrauch auch für damalige Verhältnisse bescheiden und häufiger Kritikpunkt der Käufer. Verschiedene Leistungsvarianten zwischen 52 und 70 PS wurden angeboten. Die letzten Büffel wurden 1977 hergestellt und bis weit nach 1978 abverkauft. Durchgängig zu einem Preis von 6.900,-DM in Deutschland angeboten, fanden sich zuletzt keine Käufer mehr. Mit der GS 750 zum gleichen Preis war die stärkste Konkurrenz im eigenen Haus.

Modell: GT 750 Le Mans
Baujahr: 1972 - 1977
Motor: wassergekühlt, 2-Takt, 3 Zylinder
Hubraum: 738,9 ccm
Bohrung x Hub: 70 x 64 mm
Leistung PS: 52 - 70
Drehm. Nm/min: 77/5.500
Vergaser: 3 Mikuni 32mm
Getriebe: 5-Gang
Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk: Doppelschleifenrohrrahmen
Federung vo.: 35mm-Telegabel, 110mm Federweg
Federung hi.: zwei Federbeine mit 60mm Federweg
Tankinhalt: 17 Liter
Gewicht vollgetankt: 251 kg
Höchstgeschw.: 173-185 km/h
Neupreis: 6.250,-DM - 6.900,-DM
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