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Nach ein paar tausend Kilometern kamen die ersten Ölverluste, die stetig an immer neuen Stellen auftraten.
Wo bei der GS überall Öl rauskommen kann?! Bei gut 80 tKm sprang dann auch noch der 3. Gang regelmäßig
raus und sogar das Hinterradgetriebe des Kardan wurde undicht, also bin ich die Komplettrestauration
angegangen. Es ging los mit Zerlegen in alle Einzelteile, der Rahmen wurde pulverbeschichtet.

Zerlegen der GS
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Dann passierte erstmal länger nichts, ich hatte ja inzwischen eine GS 1000 S zum fahren gekauft.
So kam ich dann ein Jahr später wieder in die Garage, um weiter zu schrauben. Nach einigem
Teilesuchen hat sie dann neue Kolben in Übergröße bekommen, der Zylinderkopf wurde überarbeitet
und alle Seitendeckel wurden poliert. Beim Getriebe wurde der 3. und 4. Gang ersetzt. Die vergammelte
Marshall 4-1 wurde durch eine neue ersetzt (war ein schönes Geburtstagsgeschenk, danke an alle).
Die Bremszangen hingen nach der langen Standzeit fest, die Bremsen wurden komplett gegen
überholte Katana-Bremsen getauscht. Für einige Jahre gab es noch einen originalen schwarzen
Lacksatz und eine Giuliari-Sitzbank.

sieht doch schon viel besser aus (1999)
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Während der Saison 2007 wurde der Ölverbrauch plötzlich merklich höher und die Zylinderkopfdichtung wurde undicht.
Bei der Revision im Winter 2007/2008 stellte sich heraus, das ein Zylinderkopf-Stehbolzengewinde total zerbröselt war.
Da bei der Demontage viele Späne nach unten in den Kurbelwellenschacht fielen, habe ich den Motor getauscht.
Der alte hatte mit jetzt mindestens 150.000 Km (eher deutlich mehr) seine Dienste getan. Und da die Kolben auch
wieder etwa 80.000 Km gelaufen hatten, wäre hier demnächst auch eine Überholung fällig gewesen.
Aus den Staaten habe ich zufällig vor ein paar Jahren einen Motor mit nur 15.000 Meilen bekommen, der
jetzt zum Einsatz kam.
Im Verlauf der Sasion 2008 stellten sich einige Mängel ein. Das Lenkkopflager fing an zu wackeln, die Zylinderfussdichtung
wurde undicht und die Bremsbeläge schleiften etwas, weil die Kolben nicht mehr gängig waren. Also erfolgte
im Winter 2008/2009 eine größere Revision. Der Motor bekam eine neue Zylinderfuss- und Kopfdichtung und das Lenkkopflager
wurde erneuert. Wo die Teile schon demontiert waren, wurde noch ein Standrohr getauscht, da es zwei kleine Macken hatte, was
auf Dauer den Gabelsimmering undicht werden lässt. Die Gabel wurde mit härterem Öl befüllt und die Bremszangen erhielten
neue Kolben mit Dichtsätzen. Einige Teile wurden nachpoliert.
Die GS 850 G ist soweit im Originalzustand bis auf sinnvolle Änderungen wie Lucas Stahlflex Bremsleitungen, die Bremszangen
von der Katana 1100, Koni-Stossdämpfern und einem Gabelstabi von Forged. Die Marshall 4-1-Anlage hat einen guten Klang
und ist wesentlich schöner als die originalen Endtöpfe, wie ich finde.
Nach der Revision ist jetzt wieder ein guter Stand erreicht und die nächsten Saisons können kommen.
Aber fertig ist eine GS nie, deshalb gibts irgendwann bestimmt weitere Bilder und Geschichten :-).
Wenn ihr Zeit und Lust habt, schreibt doch eure Geschichte mal auf und mailt sie mir.

Frühjahr 2009

Frühjahr 2009
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